Salzgitter blockiert Tiny Houses: Warum Senioren weiter auf bezahlbares Wohnen warten müssen
Ira DowergSalzgitter blockiert Tiny Houses: Warum Senioren weiter auf bezahlbares Wohnen warten müssen
Ein Antrag zur Förderung von Tiny Houses in Salzgitter ist vom Stadtrat deutlich abgelehnt worden. Die DiBo-Gruppe hatte sich für klarere Baubestimmungen eingesetzt, um diese kompakten Wohnlösungen insbesondere für ältere Bürger attraktiv zu machen. Ihr Vorstoß fand jedoch kaum Unterstützung – nur zwei Ratsmitglieder stimmten dafür.
Die DiBo-Gruppe argumentierte, Tiny Houses würden Senioren den Umzug in ein kleineres, aber eigenständiges Zuhause ermöglichen. Die Häuser seien praktisch, barrierefrei und deutlich günstiger als der Umbau größerer Immobilien. Zudem könnten sie die finanzielle Belastung der Stadt durch Pflegeeinrichtungen verringern, so die Befürworter.
In ihrem Antrag forderten sie, Tiny Houses in die Bebauungspläne Salzgitters aufzunehmen und die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Das Konzept wurde als Beitrag zu generationengerechtem Wohnen präsentiert. Doch selbst grundsätzliche rechtliche Hürden bleiben bestehen – etwa die komplizierte Genehmigung eines Tiny Houses im eigenen Garten.
Bei der Abstimmung im Rat wurde der Antrag deutlich abgelehnt. Gründe für die Ablehnung wurden nicht genannt, sodass die Initiative der DiBo-Gruppe ohne weitere Debatte vom Tisch ist.
Mit dieser Entscheidung bleiben Tiny Houses vorerst kein Thema auf Salzgitters Wohnungsbauagenda. Ohne klarere Regelungen haben Senioren, die kleiner wohnen möchten, weiterhin nur begrenzte Optionen. Ob das Thema in künftigen Planungen wieder aufgegriffen wird, ließ die Stadt offen.






