Saturn in der Leipziger Straße schließt – was kommt nach dem Aus?
Nicolai SchlosserSaturn in der Leipziger Straße schließt – was kommt nach dem Aus?
Saturn-Filiale in der Leipziger Straße schließt im Sommer im Rahmen von Konsolidierungsplänen
Die Saturn-Filiale in der Leipziger Straße wird diesen Sommer ihre Türen schließen – Teil einer Konsolidierungsstrategie der MediaMarktSaturn Retail Group. Sämtliche Aktivitäten werden in den größeren Standort im Halle Center in Peißen verlegt. Die Schließung lenkt den Blick auf die Herausforderungen, vor denen die Innenstadtentwicklung der Stadt steht.
Bürgermeister Dr. Alexander Vogt bezeichnete den Schritt als "Rückschlag für die Bemühungen, das Viertel wiederzubeleben". Er betonte, dass Immobilienbesitzer nun gefordert seien, mit neuen Ideen die Attraktivität der Innenstadt zu erhalten. Die Stadt selbst war in die Verhandlungen zwischen Eigentümer und Mieter nicht eingebunden.
Die Leipziger Straße bleibt dennoch eine begehrte Adresse – nicht zuletzt wegen des geplanten Zukunftszentrums in der Nähe. Auch am Haus Nummer 63 entsteht ein Hotelprojekt, das Hoffnung auf positive Impulse macht. Vogt räumte jedoch ein, dass jede Leerstandslücke individuell angegangen werden müsse, um Marktbedürfnisse und Investoreninteressen in Einklang zu bringen.
Der Bürgermeister kündigte an, sowohl den Eigentümer als auch Saturn zu kontaktieren, um mögliche Alternativen zu erörtern. Übergangslösungen könnten helfen, die Zeit bis zu einer dauerhaften Lösung zu überbrücken. Die Stadt sicherte zudem Unterstützung für Eigentümer und Investoren zu, die sich um die Nachnutzung leerstehender Flächen bemühen.
Mit der Schließung von Saturn rückt die Frage nach einer neuen Nutzung des Standorts in den Fokus. Vogts Initiative zielt darauf ab, langfristige Leerstände zu vermeiden und die Strahlkraft der Straße zu bewahren. Angesichts laufender Projekte wie dem Zukunftszentrum birgt das Viertel nach wie vor Potenzial für Wachstum und Investitionen.






