17 April 2026, 16:55

Schockierende Videos: Elefanten im Wuppertaler Zoo mit Bullhooks misshandelt

Zwei Elefanten im Wasser eines Zoos spielend, während eine Person sie besprüht, umgeben von Felsen, blühenden Pflanzen, einem Zaun, einem Gebäude mit Fenstern, einem Schild und einem Dach mit Deckenleuchten.

Schockierende Videos: Elefanten im Wuppertaler Zoo mit Bullhooks misshandelt

Beunruhigende Videoaufnahmen zeigen Misshandlung von Elefanten im Wuppertaler Zoo

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Aufsehenerregende Videoaufnahmen belegen die Misshandlung von Elefanten im Wuppertaler Zoo. Die zwischen Mai und Juli 2018 entstandenen Clips zeigen, wie Tierpfleger gewaltsame Methoden anwenden, um die Tiere für Besucher vorführen zu lassen. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert nun umgehend ein Ende der Missstände.

Die Aufnahmen zeigen Elefanten, die mit sogenannten Bullhooks – spitzen Werkzeugen, mit denen die Tiere durch Schmerzen kontrolliert werden – gestochen werden. Zudem sind Pfleger zu sehen, die an den Stoßzähnen der Elefanten zerren oder sie zwingen, Reiter zu tragen oder für Fotos Positur anzunehmen. Fachleute bestätigen, dass solche Dressurmethoden auf Zwang beruhen und den Tieren langfristigen Schaden zufügen.

Die von PETA veröffentlichten Aufnahmen dokumentieren mehrere Vorfälle grober Behandlung. In einer Szene wird ein Elefant während einer Waschprozedur mit einem Bullhook geschlagen. In einer anderen zieht ein Pfleger an den Stoßzähnen eines Tieres, um es für eine Besucher-Reitgelegenheit in Position zu bringen. Die Ermittlungen der Organisation zeigen zudem, wie Elefanten gezwungen werden, auf Kommando die Füße zu heben – ein Verhalten, das in der Regel durch Unbehagen oder Angst erzwungen wird.

Die Biologin und PETA-Expertin Dr. Yvonne Würz kritisierte, der Zoo behandle die Elefanten wie bloße Requisiten. Die Tiere würden zu Fotomotiven und Unterhaltungsobjekten degradiert. Der Zoo stand bereits früher in der Kritik, weil er Elefanten für Sonderveranstaltungen einsetzt, die PETA als reine Einnahmequelle angesichts sinkender Besucherzahlen bezeichnet.

PETA erstattete Bericht über die Erkenntnisse an Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke und die Stadtratsfraktionen, erhielt jedoch keine Antwort. Die Organisation lehnt seit Langem die Haltung von Elefanten in Gefangenschaft ab und betont, dass kein Zoo ihren komplexen körperlichen und sozialen Bedürfnissen gerecht werden könne. Nun fordert sie einen dringenden Wechsel zu "Protected Contact" – einem System, bei dem Pfleger nur durch Barrieren mit den Tieren interagieren und direkte körperliche Kontrolle entfällt.

Fachleute sind sich einig, dass Elefanten nicht ohne Gewalt dressiert werden können. Die im Video gezeigten Methoden, darunter der Einsatz von Bullhooks, gelten als grausam und überholt. PETA besteht darauf, dass der Wuppertaler Zoo und die Stadt unverzüglich handeln müssen, um diese Praktiken zu beenden und die Lebensbedingungen der afrikanischen Elefanten in ihrer Obhut zu verbessern.

Die Videobeweise setzen den Zoo unter Druck, seine Umgangsformen mit den Elefanten zu ändern. PETA fordert ein Ende der erzwungenen Vorführungen sowie den Übergang zu einer sicheren, gewaltfreien Haltung. Ohne Eingreifen, warnt die Organisation, werde das Leid der Elefanten unter dem aktuellen System weitergehen.

Die Stadtverwaltung hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert. Die nächsten Schritte des Zoos werden zeigen, ob die Missstände beendet oder unter öffentlicher Beobachtung fortgesetzt werden.

Quelle