01 May 2026, 10:37

SPD-Politikerin Nasr besucht Dresdner Apotheke vor Reformdebatte im Bundestag

Plakat mit der Aufschrift "Senkung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Verwaltung" mit einem Logo, das wahrscheinlich Informationen über die Senkung der Arzneimittelkosten unter der Verwaltung verbreitet.

SPD-Politikerin Nasr besucht Dresdner Apotheke vor Reformdebatte im Bundestag

Die SPD-Abgeordnete Rasha Nasr besuchte die Knut-Apotheke in Dresden, um sich über die Herausforderungen vor Ort zu informieren, mit denen lokale Apotheken konfrontiert sind. Obwohl Nasr selbst keine fachliche Ausbildung im Gesundheitswesen hat, suchte sie im Vorfeld der anstehenden Bundestagsdebatten über die Apothekenreform nach direkten Einblicken. Während des Besuchs tauschte sie sich mit dem Apothekeninhaber Michael Gäbe über Gebühren, Personalengpässe und die Zukunft des Sektors aus.

Im Gespräch erläuterte Gäbe, wie die seit Jahren unveränderten Vergütungssätze maßgeblich zu dem beigetragen haben, was viele als Fachkräftemangel in Apotheken bezeichnen. Er betonte, dass ohne faire Anpassungen der Bezahlung die Qualität der Patientenversorgung leiden werde. Ein zentraler Diskussionspunkt war dabei das im Reformvorschlag vorgesehene Abrechnungssystem.

Gäbe verwies zudem auf die übergeordnete Rolle der Apotheken im Gesundheitssystem. Als erste Anlaufstelle für viele Patientinnen und Patienten tragen sie dazu bei, gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten zu vermeiden und entlasten damit Ärzte und Krankenhäuser. Er argumentierte, dass Apotheken wirtschaftlich tragfähig bleiben müssen, um diese Funktion wirksam erfüllen zu können.

Thema war auch die geplante Ausweitung der Aufgaben für Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA). Gäbe warnte davor, deren Verantwortungsbereich zu erweitern, ohne gleichzeitig den Personalmangel zu beheben – dies könnte die Servicequalität und Patientensicherheit gefährden. Stattdessen forderte er Reformen, die Apothekerinnen und Apotheker stärker in die Pflicht nehmen, aber auch eine nachhaltige Finanzierung sicherstellen.

Nasr hörte den Anliegen aufmerksam zu und versprach, sie nach Berlin zu tragen. Sie äußerte den Wunsch, im Gesetzgebungsprozess gut informiert zu sein, und räumte ein, wie wichtig die Perspektive der Apotheker für die politische Gestaltung sei.

Der Besuch unterstrich die finanziellen und betrieblichen Belastungen, unter denen öffentliche Apotheken leiden. Nasrs Zusage, diese Themen in die anstehenden Parlamentsdebatten einzubringen, deutet darauf hin, dass sie dort eine zentrale Rolle spielen werden. Apothekeninhaber wie Gäbe hoffen, dass die Reformen sowohl die Finanzierungsfragen als auch die Personalprobleme lösen – und so die Zukunft des Sektors sichern.

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