Sportministerkonferenz beschließt Aktionsplan für mehr Bewegung bei Jugendlichen
Katherina HermannSportministerkonferenz beschließt Aktionsplan für mehr Bewegung bei Jugendlichen
Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand diese Woche auf der Insel Norderney statt. Unter der Leitung von Theresa Schopper, der Sportministerin von Baden-Württemberg, trafen sich Verantwortliche, um zentrale Themen der deutschen Sportpolitik zu erörtern. Die Schwerpunkte reichten von der Förderung des Spitzensports bis hin zur Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen.
Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit einem Appell für einen kulturellen Wandel, um mehr Bewegung bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Sie schlug einen Nationalen Aktionsplan vor, um sicherzustellen, dass junge Menschen die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Bewegungsstandards erreichen. Andy Grote, Hamburger Senator für Sport, unterstützte diese Forderung und betonte die Bedeutung strukturierter Programme zur Jugendarbeit.
Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt beim Bund, kündigte zwei zentrale Vorhaben an: die Einrichtung eines Zentrums für sicheren Sport sowie die Einführung eines Bundes-Sportfördergesetzes. Das Zentrum soll die Sicherheitsstandards im Sport verbessern, während das Fördergesetz langfristige finanzielle Unterstützung für Spitzensportler schaffen soll.
Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, setzte sich für die Aufnahme der Nordischen Kombination der Frauen bei den Olympischen Winterspielen 2026 ein. Sein Vorstoß folgt auf die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Disziplin trotz wachsender Popularität von den Spielen in Mailand-Cortina 2026 auszuschließen. Der Internationale Skiverband (FIS) hat den Frauen-Wettbewerb bereits in die WM 2025 in Trondheim aufgenommen, was den Druck auf das IOC erhöht, die Disziplin spätestens 2030 zu berücksichtigen. Athletinnen wie Gyda Westvold Hansen und nationale Verbände kämpfen weiterhin für die Anerkennung.
Schuster forderte zudem eine zügige Verabschiedung des Sportfördergesetzes sowie die Schaffung einer unabhängigen Agentur für den Leistungssport. Zudem wurden steuerliche Herausforderungen für Sportvereine und die Vorbereitungen auf große kommende Veranstaltungen diskutiert.
Daniela Behrens, Sportministerin von Niedersachsen, schloss die Konferenz mit einem Dank an die Teilnehmer für ihre aktiven Beiträge und konstruktiven Debatten.
Die Konferenz endete mit Beschlüssen zur Vorantreibung des Nationalen Aktionsplans für Kinder- und Jugendsport, zur Unterstützung der Frauen-Nordischen Kombination für künftige Olympische Spiele sowie zur Finalisierung des Sportfördergesetzes. Zudem verpflichteten sich die Verantwortlichen, steuerliche Hürden für Sportvereine zu überwinden und die Vorbereitungen auf anstehende internationale Wettbewerbe voranzutreiben.






