Starker US-Arbeitsmarkt lässt Märkte einbrechen und Zinshoffnungen schwinden
Katherina HermannStarker US-Arbeitsmarkt lässt Märkte einbrechen und Zinshoffnungen schwinden
Die Finanzmärkte reagierten am Freitag deutlich auf einen stärker als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht. Die Daten dämpften die Hoffnungen auf frühzeitige Zinssenkungen und ließen die Preise für Gold, Öl und Aktien fallen. Auch die Devisenmärkte spürten die Auswirkungen – der Euro verlor gegenüber dem Dollar an Wert.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, schufen Unternehmen im jüngsten Bericht 172.000 neue Stellen – fast doppelt so viele wie die prognostizierten 85.000. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent. Angesichts dieser robusten Entwicklung am Arbeitsmarkt korrigierten Anleger ihre Erwartungen an bevorstehende Zinssenkungen der US-Notenbank nach unten.
Die Stimmungsänderung traf die Rohstoffmärkte hart: Der Goldpreis gab um 3,1 Prozent nach und notierte bei 4.341 Dollar pro Unze. Auch der Ölpreis sank um 1,3 Prozent auf 93,80 Dollar pro Fass für die Nordsee-Sorte Brent.
Die Aktienmärkte gerieten ebenfalls unter Druck. Der deutsche DAX-Index, der sich auf dem Weg zur Marke von 25.000 Punkten befand, schloss bei 24.759 Punkten – ein Minus von 0,8 Prozent im Vergleich zur vorherigen Sitzung. Der Euro schwächte sich weiter ab und fiel auf 1,1536 Dollar.
Die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten haben die Markterwartungen neu geordnet und mögliche Zinssenkungen verzögert. Da sowohl Rohstoffe als auch Aktien nachgaben, warten Anleger nun auf weitere Signale der Federal Reserve. Der Rückgang des Euro unterstreicht die breiteren finanziellen Anpassungen, die durch die neuen Daten ausgelöst wurden.






