02 April 2026, 14:27

Stuttgarter Nahost-Demo endet mit Ermittlungen gegen Rednerin

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße mit Fahnen und Transparenten, begleitet von einem geparkten Auto und einem Baum auf der linken Seite, mit Gebäuden und Namensschildern im Hintergrund.

Stuttgarter Nahost-Demo endet mit Ermittlungen gegen Rednerin

Kundgebung mit Bezug zum Nahostkonflikt in Stuttgart am 19. November 2023

In Stuttgart fand am 19. November 2023 eine Demonstration statt, die im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt stand. Die Veranstaltung begann am Schillerplatz und folgte einer genehmigten Route durch die Innenstadt, bevor sie zum Ausgangspunkt zurückkehrte. Hunderte Polizistinnen und Polizisten, darunter auch berittene Einheiten, waren vor Ort, um die Versammlung zu überwachen.

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Der Demonstrationszug startete um 16:15 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Schillerplatz. Die Teilnehmenden zogen über den Schlossplatz, die Bolzstraße und weitere Straßen, darunter die Theodor-Heuss-Straße und die Eberhardstraße, bevor sie zum Startpunkt zurückkehrten. Trotz des Umfangs der Veranstaltung blieb der Verkehr in der Umgebung weitgehend unbeeinträchtigt.

Während der Demonstration hielt eine 32-jährige Frau eine Rede mit verbotenen Inhalten, in der sie eine verbotene Organisation unterstützte. Die Polizei beschlagnahmte zwei Fahnen sowie ein Plakat, das deutsche Politikerinnen und Politiker diffamierte. Ein Dolmetscher stand den Beamten vor Ort zur Verfügung.

Gegen die Rednerin wurden inzwischen strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Zudem prüfen die Behörden, ob im Zusammenhang mit den beschlagnahmten Gegenständen weitere Anklagen erhoben werden. Die Demonstration ist Teil eines größeren Trends: Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) dokumentierte zwischen dem 7. Oktober 2023 und Ende 2024 2.225 antisemitische Vorfälle im Zusammenhang mit dem Israel-Konflikt in Deutschland. Seither gab es weitere ähnliche Ereignisse, darunter wöchentliche "Märsche für die Befreiung" in Köln, eine Großdemonstration in Hamburg am 16. Mai 2026 sowie Vorfälle wie die Vandalenakte im November 2025 in Berlin.

Die Stuttgarter Kundgebung endete ohne größere Zwischenfälle, doch die Ermittlungen zu der Rede und den beschlagnahmten Materialien laufen noch. Die starke Polizeipräsenz sorgte dafür, dass die Veranstaltung kontrolliert blieb – ein Zeichen für die bundesweiten Bemühungen, Proteste im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt zu überwachen. Die Behörden beobachten weiterhin entsprechende Vorfälle im ganzen Land.

Quelle