Syrien-Gespräche in Berlin: Merz und al-Scharaa diskutieren Rückkehr von Flüchtlingen
Ira DowergSyrien-Gespräche in Berlin: Merz und al-Scharaa diskutieren Rückkehr von Flüchtlingen
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wird zu Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach Berlin reisen. Im Mittelpunkt der Verhandlungen wird voraussichtlich die Rückkehr syrischer Flüchtlinge stehen, die derzeit in Deutschland leben. Jürgen Hardt, außenpolitischer Experte der CDU, hat im Vorfeld der Begegnung seine Einschätzung dargelegt.
Hardt ist der Ansicht, dass sich die Lage in Syrien so weit stabilisiert habe, dass viele Flüchtlinge ihren Asylstatus in Deutschland verlieren könnten. Er plädiert dafür, dass Personen ohne Arbeit oder langfristige Perspektiven zur Rückkehr motiviert werden sollten.
Während seines Besuchs wird al-Scharaa mit Merz zusammenkommen, wobei die Rückführung von Geflüchteten im Fokus stehen dürfte. Hardt erwartet, dass die deutsche Regierung auf einen Wiederaufbau Syriens drängen wird, der alle ethnischen Gruppen einbezieht. Nachhaltige Stabilität sei nur durch faire Repräsentation und Rechte für jede Gemeinschaft zu erreichen, betont er.
Bei der finanziellen Unterstützung schlägt Hardt direkte Hilfen für rückkehrwillige Flüchtlinge vor. Diese Gelder sollten ihnen helfen, ihr Leben eigenständig wieder aufzubauen. Zudem unterstreicht er, dass Syrien friedliche Beziehungen zu seinen Nachbarländern pflegen müsse, um die regionale Stabilität zu sichern.
Nicht alle Geflüchteten befänden sich in der gleichen Situation, so Hardt. Wer starke Bindungen an Deutschland habe – etwa als Fachkraft – solle bleiben dürfen. Doch für viele entfalle angesichts der aktuellen Lage in Syrien die Begründung für Asyl.
Die Gespräche zwischen al-Scharaa und Merz könnten die deutsche Haltung zur syrischen Flüchtlingsfrage prägen. Hardts Äußerungen deuten auf eine Wende hin: Künftig könnte die Rückkehr besonders für jene gefördert werden, denen die Integration schwerfällt. Finanzielle Hilfen und politische Teilhabe in Syrien dürften dabei eine zentrale Rolle spielen.






