19 April 2026, 08:29

Tausende protestieren in Köln und Bonn gegen sexualisierte Gewalt und fordern Reformen

Eine Gruppe von Menschen hält ein "Du kannst uns nicht unterdrücken, vereinigt widersteht Feminist"-Schild auf einer Straße, mit einem Fahrrad in der Nähe und Luftballons im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Tausende protestieren in Köln und Bonn gegen sexualisierte Gewalt und fordern Reformen

Tausende gingen am Wochenende in Köln und Bonn auf die Straße, um gegen sexualisierte Gewalt zu protestieren. Die Demonstrationen stießen auf breite Unterstützung – allein in Köln zogen trotz unwirtlichen Wetters über 5.000 Menschen durch die Stadt. Die Organisatoren forderten strengere gesetzliche Regelungen und riefen Männer dazu auf, sich mit frauenfeindlichem Verhalten auseinanderzusetzen.

Die Proteste begannen am Samstag in Köln, wo sich mehr als 5.000 Menschen bei kaltem und regnerischem Wetter versammelten. Viele trugen Schilder mit sich, darunter eines mit der Aufschrift "Girls just wanna be safe" – eine Anspielung auf den bekannten Song von Cindy Lauper. Am folgenden Tag kamen in Bonn über 500 Demonstranten auf dem Marktplatz vor dem alten Rathaus zusammen.

Ein breites Bündnis aus Stadtratsparteien – Grüne, CDU, SPD und Volt – unterstützte die Organisation der Bonner Kundgebung. Auch Politikerinnen der Frauen-Union der CDU beteiligten sich und forderten bessere Schutzmaßnahmen für Frauen. Tim Achtermeyer, Co-Vorsitzender der Grünen in Nordrhein-Westfalen, kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz dafür, sich nicht stärker für schärfere Gesetze einzusetzen.

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Auf beiden Kundgebungen betonten alle Rednerinnen und Redner die Notwendigkeit, dass Männer Verantwortung übernehmen müssen. Sie forderten ein Ende schädlicher Einstellungen und konsequenteres Vorgehen gegen Täter. Die Proteste folgten aktuellen Vorwürfen der Schauspielerin Collien Fernandes, die ihrem Ex-Mann, dem Schauspieler Christian Ulmen, vorwirft, gefälschte Online-Profile von ihr erstellt und pornografische Inhalte verbreitet zu haben.

Die Demonstrationen zeigten den wachsenden öffentlichen Druck für rechtliche Reformen und einen gesellschaftlichen Wandel. Die Protestierenden in beiden Städten machten deutlich, dass die Bekämpfung sexualisierter Gewalt sowohl von der Politik als auch von jedem Einzelnen konkrete Maßnahmen erfordert. Die Organisatoren kündigten an, weiter für stärkere Schutzmechanismen und mehr Verantwortung zu kämpfen.

Quelle