21 March 2026, 20:30

Ulms Schuldenberg wächst trotz Rekordsteuern auf 129 Millionen Euro

Plakat mit weißem Hintergrund, schwarzem Text und einem Logo mit der Aufschrift "Amerikaner sparen jährlich 5,5 Milliarden Dollar durch Maßnahmen der Biden-Harris-Regierung gegen überhöhte Überziehungs- und Scheckgebühren."

Ulms Schuldenberg wächst trotz Rekordsteuern auf 129 Millionen Euro

Ulm kämpft trotz Steuermehreinnahmen 2025 mit verschärften Haushaltsproblemen

Trotz gestiegener Steuereinnahmen im Jahr 2025 hat sich die finanzielle Lage Ulms weiter verschlechtert. Die Schulden der Stadt sind auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten geklettert und erreichen nun 129 Millionen Euro. Die höheren Einnahmen brachten kaum Entlastung, da unerwartete Ausgaben und stark gestiegene Kosten nahezu alle zusätzlichen Mittel aufzehrten.

Die Steuereinnahmen der Stadt stiegen 2025 zwar um 25 Millionen Euro – rund 192 Millionen Euro davon stammten aus Gewerbesteuern, Nachzahlungen und einmaligen Effekten. Doch fast der gesamte Betrag wurde durch unvorhergesehene Ausgaben und steigende Kosten in verschiedenen Bereichen aufgezehrt. Allein die Notfallausgaben beliefen sich auf etwa 12,6 Millionen Euro, sodass für neue Projekte kein Spielraum blieb.

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Zum zweiten Mal in Folge wird Ulm keine Mittel in seine Rücklage für Sanierungen und Modernisierungen einstellen. Diese Lücke erschwert die Planung zukünftiger Investitionen, während die Liquidität der Stadt weiter schrumpft. Die Schulden haben sich in den letzten zwei Jahren nahezu verdoppelt, und weitere Steigerungen werden in den kommenden Jahren erwartet.

Der Haushalt 2025 offenbart ein strukturelles Problem: Höhere Einnahmen führen nicht zu finanzieller Entlastung. Stattdessen wurden die zusätzlichen Mittel innerhalb des bestehenden Finanzrahmens absorbiert, sodass weder Platz für größere Vorhaben noch für langfristige Planung bleibt.

Die finanzielle Perspektive Ulms bleibt angespannt – mit Schulden auf dem höchsten Stand seit 2007 und kaum Spielraum für neue Ausgaben. Strenge Haushaltsdisziplin wird in den nächsten Jahren unverzichtbar sein, um die Stabilität zu wahren. Ohne grundlegende Änderungen wird die Fähigkeit der Stadt, dringende Projekte und Investitionen zu finanzieren, weiter unter Druck stehen.

Quelle