Vetternwirtschaft in der Stadtverwaltung? Neue Personalentscheidung sorgt für Empörung
Nicolai SchlosserVetternwirtschaft in der Stadtverwaltung? Neue Personalentscheidung sorgt für Empörung
Die Stadtverwaltung steht wegen einer jüngsten Personalentscheidung in der Kritik. Manche sehen darin ein Beispiel für Vetternwirtschaft. Betroffen ist Kim Theisen, eine 27-Jährige mit Verbindungen zu den örtlichen Grünen und einem Hintergrund in der öffentlichen Verwaltung.
Andreas Lukas, Mitglied der Grünen, war zuvor zum neuen Leiter der Stadtentwicklung gewählt worden. Seine Ernennung erhielt Unterstützung von CDU, SPD und Grünen. Kim Theisen, damals Co-Vorsitzende der lokalen Grünen, spielte eine maßgebliche Rolle bei der Förderung und Auswahl von Lukas für diese Position.
Später wurde eine Stelle als leitende Beraterin in der Stadtverwaltung ausgeschrieben, auf die sich acht Bewerberinnen und Bewerber meldeten. Theisen, die über einen Bachelor in öffentlicher Verwaltung verfügt, erhielt den Zuschlag. Mittlerweile arbeitet sie als Beraterin für Lukas – obwohl sie parallel noch als Sachbearbeiterin für Bodenschutzrecht bei der Norddeutschen Struktur- und Genehmigungsdirektion tätig ist.
Zudem kämpft die Stadt weiterhin mit den anhaltenden Problemen am Stadttheater. dessen Sanierung sich immer wieder verzögert und deren Kosten stetig steigen. Die jüngste Budgeterhöhung beträgt 5,5 Millionen Euro, sodass sich die Gesamtkosten nun auf 45,6 Millionen Euro belaufen. Die Wiedereröffnung wurde auf Januar 2027 verschoben. Beamte räumen ein, dass weitere unvorhergesehene Herausforderungen auftreten könnten.
Theisens Ernennung sorgt besonders wegen ihrer politischen Verbindungen und ihrer früheren Beteiligung an der Auswahl von Lukas für Aufsehen. Unterdessen bleibt die Theatersanierung von finanziellen und terminlichen Rückschlägen geprägt. Die Stadtverwaltung hat den aktualisierten Zeitplan und das Budget für das Projekt bestätigt.






