Wie Baden-Württemberg Extremisten den Ausstieg aus der Szene ermöglicht
Ira DowergWie Baden-Württemberg Extremisten den Ausstieg aus der Szene ermöglicht
Spezialisierte Beratungsstelle in Baden-Württemberg hilft Menschen beim Ausstieg aus extremistischen Gruppen
Unter dem Namen konex unterstützt das Programm seit Anfang 2025 im Rahmen der Anti-Terror-Bemühungen des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA BW) Betroffene aller Formen religiösen und politischen Extremismus. Ursprünglich konzentrierte sich die Initiative auf islamistischen Extremismus, doch mittlerweile umfasst ihre Arbeit sämtliche extremistische Ideologien – darunter auch rechtsextreme Strömungen. Der Service ist kostenlos, freiwillig und wird individuell auf die Situation jeder Person zugeschnitten, wobei Fachleute aus verschiedenen Bereichen einbezogen werden.
Im April 2025 besuchten Polizei und konex-Mitarbeitende in Stuttgart Personen mit Bezügen zur rechtsextremen Szene. Sie boten direkte Unterstützung für diejenigen an, die bereit waren, sich aus extremistischen Kreisen zu lösen. Zwar werden keine genauen Zahlen genannt, doch nahmen im Verlauf dieser Besuche 2025 und Anfang 2026 mehrere Menschen das Hilfsangebot an.
Das Programm arbeitet eng mit lokalen Polizeibehörden zusammen, etwa mit dem Polizeipräsidium Stuttgart, sowie mit dem Staatsschutz- und Anti-Terror-Zentrum (SAT BW) des LKA BW, in das konex seit dem 1. Januar 2025 voll integriert ist.
Beratung erhalten Interessierte per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr.
Die konex-Ausstiegsberatung bleibt eine vertrauliche und professionelle Anlaufstelle. Seit der Eingliederung in die Anti-Terror-Einheit des LKA BW hat sich ihre Rolle in der Extremismusprävention weiter verstärkt. Wer extremistische Gruppen verlassen möchte, kann das Angebot ohne Kosten oder Verpflichtungen nutzen.






