AfD in der Vetternwirtschafts-Krise: Fast jeder zweite Abgeordnete beschäftigt Familienmitglieder
Katherina HermannFrohnmaier weist Vorwürfe der Vetternwirtschaft zurück - AfD in der Vetternwirtschafts-Krise: Fast jeder zweite Abgeordnete beschäftigt Familienmitglieder
Vetternwirtschafts-Vorwürfe erschüttern die AfD: Fast die Hälfte der Bundestagsabgeordneten soll Angehörige beschäftigen in Baden-Württemberg
Die Vorwürfe der Vetternwirtschaft treffen die AfD hart – laut Berichten beschäftigen fast die Hälfte ihrer Bundestagsabgeordneten Familienmitglieder. Die Affäre betrifft mittlerweile mehrere Landesverbände, darunter Sachsen-Anhalt und Baden Baden-Württemberg. Nun hat sich einer der Spitzenkandidaten der Partei öffentlich zu der Praxis geäußert.
Markus Frohnmaier, Spitzenkandidat der AfD für die anstehende Landtagswahl in Baden Baden-Württemberg, geriet unter Druck, als seine Frau im Fokus stand. Er bestätigte, dass sie für Johann Martel, einen weiteren AfD-Bundestagsabgeordneten, arbeite. Frohnmaier verteidigte die Anstellung mit dem Verweis auf ihre Qualifikationen – nicht auf familiäre Verbindungen.
Doch das Problem scheint weit über Einzelfälle hinauszugehen. Schätzungen der AfD-Fraktion zufolge könnten bis zu 72 ihrer Bundestagsabgeordneten – fast die Hälfte der Gruppe – direkt oder indirekt mit Vetternwirtschafts-Vorwürfen in Verbindung stehen. Im Zentrum stehen Abgeordnete, die Familienmitglieder entweder für sich selbst oder für Kollegen einstellen.
Die Vorwürfe beschränken sich nicht auf Baden Baden-Württemberg. Auch in Sachsen-Anhalt sieht sich der AfD-Landesverband mit ähnlichen Anschuldigungen konfrontiert. Dort sollen Angehörige von Politikern Positionen bei anderen Bundestagsabgeordneten innehaben – was weitere Fragen zur Fairness bei Einstellungen aufwirft.
Die AfD steht nun unter massivem Druck, sich zu den weitverbreiteten Vorwürfen der Bevorzugung bei Stellenvergaben zu erklären. Mit fast der Hälfte ihrer Bundestagsabgeordneten in die Affäre verwickelt, muss die Partei nun Stellung zu Transparenz und Personalpolitik beziehen. Die Folgen könnten ihr Image vor den anstehenden Landtagswahlen belasten.
Frohnmaiers Familientie wird enger: Neue Beschäftigungsbeziehungen kommen ans Licht
Neue Offenlegungen enthüllen weitere Familienverbindungen für AfDs baden-württembergischen Kandidaten Markus Frohnmaier. 5. März 2026 Berichte bestätigen, dass sein Vater für den Bundestagsabgeordneten Zimmer arbeitet, während seine Schwester zuvor eine Stelle bei einem AfD-Landtagsabgeordneten hatte. Frohnmaier bezeichnete dies als legale Beschäftigung und sagte, Kritiker würden 'einen Skandal konstruieren' vor der Landtagswahl.