Baden-Württemberg gründet zentrale Fachkräftebehörde für schnellere Einwanderung
Ira DowergBaden-Württemberg gründet zentrale Fachkräftebehörde für schnellere Einwanderung
Baden-Württemberg hat eine neue Behörde eingerichtet, um die Zuwanderung von Fachkräften zu erleichtern. Die Landesstelle für Fachkräfteeinwanderung (LZF) nahm am 1. April 2025 ihre Arbeit auf. Mit Sitz in Stuttgart fungiert sie als zentrale Anlaufstelle für Arbeitgeber und ausländische Fachkräfte, die in der Region arbeiten möchten.
Die LZF ist dem Regierungspräsidium Stuttgart unterstellt und bietet ein digitalisiertes, vereinfachtes Antragsverfahren. Sie beschleunigt die Anerkennung ausländischer Qualifikationen und berät zu aufenthaltsrechtlichen Fragen. Unternehmen in Baden-Württemberg können nun über ein beschleunigtes Verfahren Fachkräfte effizienter einstellen.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, die Behörde werde die bürokratischen Hürden für Arbeitgeber verringern. Zudem stärke sie die Position des Landes als führender Wirtschaftsstandort. Gesundheits- und Integrationsminister Manne Lucha unterstrich die Notwendigkeit schneller Verfahren – insbesondere im Gesundheitssektor, wo der Fachkräftemangel besonders dringend ist.
Justiz- und Migrationsministerin Marion Gentges erklärte, die LZF entlaste die örtlichen Ausländerbehörden. Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder bezeichnete sie als zusätzliche Ressource für Unternehmen, die ausländischen Fachkräften den Berufseinstieg erleichtere. Eine weitere Regierungspräsidentin, Susanne Bay, nannte die LZF einen "wichtigen Schritt", um den Fachkräftebedarf in der Region langfristig zu sichern.
Die LZF bündelt als zentrale Ansprechstelle für Fachkräfteeinwanderung in Baden-Württemberg digitale Services, Rechtsberatung und beschleunigte Verfahren. Ziel der Behörde ist es, die Einstellung ausländischer Fachkräfte für heimische Arbeitgeber deutlich zu vereinfachen.






