Geldwäsche-Skandal erschüttert Pforzheimer Fußballverein nach Bargeld-Fund am Flughafen
Nicolai SchlosserGeldwäscheverdacht bei Fußballteam - Männer in Haft - Geldwäsche-Skandal erschüttert Pforzheimer Fußballverein nach Bargeld-Fund am Flughafen
Zwei Männer mit Verbindungen zu einem Pforzheimer Fußballverein sind im Rahmen einer Geldwäscheermittlung zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Untersuchungen begannen, nachdem 29 Vereinsmitglieder am Flughafen Stuttgart mit 215.000 Euro Bargeld aufgegriffen worden waren. Die Behörden vermuten, dass das Geld ins Ausland geschmuggelt werden sollte.
Der Fall nahm am 7. Februar 2026 seinen Lauf, als die Polizei am Stuttgarter Flughafen 29 Mitglieder des GU-Türkischer SV Pforzheim kontrollierte. Die Gruppe war mit rund 215.000 Euro in bar auf dem Weg in die Türkei. Den Ermittlern zufolge sollte das Geld aus Deutschland gebracht werden.
Am 12. März 2026 durchsuchten Beamte mehrere Objekte in und um Pforzheim. Dabei beschlagnahmten sie zusätzlich 220.000 Euro Bargeld. Zwei Männer, die als Hauptverdächtige gelten, wurden nach der Ausstellung von Haftbefehlen durch einen Ermittlungsrichter festgenommen.
Den beiden wird vorgeworfen, seit 2022 Millionenbeträge über Edelmetalle gewaschen zu haben. Laut Polizei kauften sie mit kriminell erwirtschaftetem Geld Gold und Silber, verkauften die Metalle anschließend und generierten so Bargeld. Dieses Geld sei später ins Ausland gebracht worden, so die Ermittler.
Die beiden Verdächtigen bleiben bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern. Ob mit weiteren Festnahmen zu rechnen ist, haben die Behörden noch nicht bestätigt. Der Fußballverein selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Fall geäußert.