Gewaltsame Proteste zwischen Offenburg und Lahr eskalieren mit neun verletzten Polizisten
Sabrina RoskothGewaltsame Proteste zwischen Offenburg und Lahr eskalieren mit neun verletzten Polizisten
Auseinandersetzungen bei Protestmarsch zwischen Offenburg und Lahr – Neun Polizisten verletzt
Ein Protestmarsch am 13. Februar 2025 eskalierte gewaltsam, als Demonstranten in der Nähe von Offenburg und Lahr mit der Polizei aneinandergerieten. Beamte wurden mit Fahnenstangen und anderen Gegenständen angegriffen, neun von ihnen verletzt und Fahrzeuge beschädigt. Die Kundgebung, Teil einer größeren Protestreihe, zählte zunächst rund 120 Teilnehmer, bevor sich die Lage am Zielort Aktienhof zuspitzte.
Die vierte Etappe des Protests begann friedlich: Etwa 120 Menschen zogen von Offenburg in Richtung Lahr. Unterwegs führte die Demonstration zu Verkehrsbehinderungen auf der B3 sowie im Stadtzentrum von Lahr.
Als die Gruppe den Aktienhof erreichte, verdeckten einige Demonstranten ihr Gesicht – ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht. Die Polizei versuchte, die Personalien zu überprüfen, doch die Situation eskalierte rasant. Protestierende griffen die Beamten an, setzten Fahnenstangen und andere Gegenstände als Waffen ein. Drei Polizisten wurden angespuckt, neun erlitten Verletzungen. Zudem wurden abgestellte Fahrzeuge bei den Ausschreitungen beschädigt.
Die Polizei nahm vorläufig mehrere Personen fest, ließ sie jedoch nach der Identitätsfeststellung wieder frei. Insgesamt wurden 64 Personen wegen des Verdachts auf Straftaten erfasst; die Ermittlungen laufen. Unterdessen versammelten sich etwa 150 Unterstützer in Solidarität und begannen einen neuen Marsch, begleitet von Polizeikräften.
Bilanz der Proteste: Neun verletzte Beamte, Sachschäden und 64 Ermittlungsverfahren Die Auseinandersetzungen führten zu neun verletzten Polizisten, Sachbeschädigungen und 64 eingeleiteten Ermittlungsverfahren. Zudem kam es zu Verkehrsbehinderungen auf der B3 und im Lahrer Stadtgebiet. Alle vorläufig Festgenommenen wurden später wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Behörden werten die gewaltsamen Ausschreitungen weiterhin aus.






