15 March 2026, 08:28

Lamin Leroy Gibba triumphiert mit Black Fruits bei Grimme- und Bayerischem Fernsehpreis

Eine Frau in einem Kleid und ein Mann in einem Anzug sind auf einer Werbung für den Berliner Leben-Film zu sehen, mit Text, einem Stempel und ein paar Menschen und Gebäuden im Hintergrund.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland!' - Lamin Leroy Gibba triumphiert mit Black Fruits bei Grimme- und Bayerischem Fernsehpreis

Die ARD-Serie Black Fruits hat ihrem Schöpfer, Lamin Leroy Gibba, eine Nominierung für den renommierten Grimme-Preis eingebracht. Zudem wird Gibba für seine Arbeit an der Serie mit dem Bayerischen Fernsehpreis, dem sogenannten Blauen Panther, ausgezeichnet. Die Serie begleitet Lalo, einen schwarzen, schwulen Mann aus Hamburg, und spiegelt Gibbas eigene Erfahrungen als Heranwachsender in Deutschland wider.

1994 in Münster geboren, verbrachte Gibba seine Kindheit als ältestes von sechs Geschwistern in Hamburg. Schon mit elf Jahren verließ er nach rassistischen Diskriminierungserfahrungen während einer Theaterproduktion Deutschland. Später verfolgte er in New York seine Schauspielkarriere und studierte an der The New School der NYU, wo er auf Stars wie Julianne Moore und Emma Stone traf.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland entwickelte Gibba Black Fruits als Herzensprojekt – mit dem festen Willen, Lalos Geschichte so zu erzählen, dass sie ein breites Publikum anspricht. Die Serie besticht durch ihren natürlichen, geistreichen Dialog und die schonungslose Darstellung von Rassismus, Sexismus und Homophobie. Um Authentizität zu gewährleisten, setzte Gibba hinter der Kamera vor allem auf ein Team queerer Menschen und People of Color, die aus eigener Erfahrung berichten.

Bereits früh in seiner Karriere wurde Gibba ausgezeichnet, unter anderem mit einem Platz auf der 30 Under 30-Liste von Forbes. Sein Engagement für Black Fruits – als Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Schöpfer – hat maßgeblich zum Erfolg der Serie beigetragen, die sowohl bei der Kritik als auch in der Branche gefeiert wird.

Die Serie hat Gibbas Ruf als mutigen Geschichtenerzähler gefestigt, auch wenn Black Fruits selbst über seine persönliche Nominierung hinaus keine weiteren Grimme-Preis-Chancen erhielt. Sein Stil, der scharfen Humor mit ernsten Themen verbindet, macht die Serie sowohl nahbar als auch bahnbrechend. Der Bayerische Fernsehpreis reiht sich nun in die wachsende Liste ihrer Auszeichnungen ein.

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