05 April 2026, 02:31

Revolutionärer 3D-Drucker verkürzt Autoentwicklung um Monate auf Wochen

Ein 3D-Drucker auf einem Holztisch mit einer Glastür links und einem Stuhl rechts, vor Regalen mit Gegenständen im Hintergrund.

Revolutionärer 3D-Drucker verkürzt Autoentwicklung um Monate auf Wochen

Ein neues 3D-Druckverfahren könnte die Entwicklung von Kunststoffteilen für Autos deutlich beschleunigen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) haben an der Stuttgarter Forschungsplattform Arena2036 einen hochmodernen Drucker in Betrieb genommen. Mit der Technologie soll sich die Produktionszeit von Monaten auf nur noch wenige Wochen verkürzen lassen – und so Herstellern helfen, neue Bauteile schneller auf den Markt zu bringen.

Aktuell dauert die Entwicklung eines neuen Kunststoffteils für die Automobilindustrie zwischen 12 und 18 Monate. Herkömmliche Verfahren setzen auf Spritzgusswerkzeuge, die vor der Serienproduktion aufwendige Tests durchlaufen müssen. Das Team des Fraunhofer IPA ersetzt diesen Prozess nun durch additive Fertigung, die schnellere Prototypen und Anpassungen ermöglicht.

Der neue Drucker nutzt zwei Faserlaser, die leistungsstärker und präziser sind als ältere CO₂-Modelle. Er verarbeitet ein Polypropylen-Pulver, das mit winzigen Glaspartikeln angereichert ist, um steifere und langlebigere Komponenten herzustellen. Ein integrierter Sensor überwacht den Druckprozess zudem in Echtzeit und garantiert so Qualität und Gleichmäßigkeit.

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Durch den Wechsel zu diesem Verfahren könnten Hersteller die Zeit für Tests und Feinabstimmung deutlich reduzieren. Statt bis zu sechs Monate auf einen funktionsfähigen Prototypen zu warten, könnte dieser künftig bereits in zwei bis drei Wochen verfügbar sein. Sobald das Design finalisiert ist, lassen sich die Teile anschließend im klassischen Spritzgussverfahren in Serie fertigen.

Die Technologie bietet einen schnelleren Weg von der Entwicklung bis zur Produktion von Kunststoffteilen für die Automobilbranche. Mit kürzeren Testphasen können Autohersteller neue Komponenten zügiger einführen. Das System ist bereits in der Arena2036 im Einsatz, wo derzeit weitere Optimierungen vorgenommen werden.

Quelle