05 April 2026, 00:35

Wie E-Autos das Stromnetz stabilisieren – das Pilotprojekt OctoFlexBW zeigt Lösungen

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebender Infrastruktur, Vegetation und einer Brücke im wolkenverhangenen Himmel.

Wie E-Autos das Stromnetz stabilisieren – das Pilotprojekt OctoFlexBW zeigt Lösungen

Ein aktuelles Pilotprojekt in Deutschland hat gezeigt, dass Elektrofahrzeuge (E-Autos) dazu beitragen können, das Stromnetz zu stabilisieren. Unter dem Namen OctoFlexBW umfasste der Versuch rund 100 Fahrzeuge und bewies, dass intelligente Anpassungen beim Laden reibungslos funktionieren. Die Teilnehmer berichteten von positiven Erfahrungen – oft bemerkten sie kaum Veränderungen, profitierten aber von Kosteneinsparungen.

Im Mittelpunkt des Projekts stand die nahtlose Kommunikation zwischen zwei zentralen Plattformen: DA/RE von TransnetBW und Kraken von Octopus Energy. DA/RE fungiert als erstes digitales System Deutschlands zur Steuerung des netzweiten Redispatch 2.0, ein Verfahren, das Stromangebot und -nachfrage ausbalanciert. Die zwischen den Plattformen ausgetauschten Daten erfüllten sämtliche regulatorische Vorgaben und gewährleisteten eine zuverlässige Leistung.

Während des Tests wurden die Ladevorgänge intelligent angepasst, ohne die E-Auto-Besitzer zu beeinträchtigen. Das System lieferte Flexibilität planbar und hielt dabei durchgehend ein hohes Qualitätsniveau. Viele Fahrer bemerkten die Änderungen nicht einmal, sparten aber dennoch beim Laden.

Nun geht das Projekt in die nächste Phase über. Diese soll mindestens 1.500 Elektrofahrzeuge einbinden und sich auf die Verbesserung von Funktionen wie Basislastermittlung, Echtzeitüberwachung und Nachfrageprognosen konzentrieren. Die Partner betonten zudem die Bedeutung eines klaren regulatorischen Rahmens, um die Kosten für Netzbetreiber beim Einsatz von Flexibilitätsressourcen abudecken.

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OctoFlexBW ist nicht das einzige Vorhaben, das diesen Ansatz erforscht. Mindestens zwei weitere Projekte in Deutschland testen die Flexibilität von E-Autos zur Netzstabilisierung. DataFleX etwa wird von Tennet Deutschland, TransnetBW und mehreren Verteilnetzbetreibern durchgeführt, während ein weiterer Versuch von enercity und Volkswagen Nutzfahrzeuge 75 ID. Buzz-Fahrzeuge für Vehicle-to-Grid-(V2G)-Tests nutzt.

Das Pilotprojekt OctoFlexBW hat bestätigt, dass Elektroautos eine praktische Rolle für die Netzstabilität spielen können. Mit der nächsten Phase, die die Teilnahme deutlich ausweitet, rückt nun die Verfeinerung zentraler Abläufe und die Sicherstellung von Kostentransparenz in den Fokus. Die Ergebnisse könnten künftige Richtlinien für die Integration von E-Autos in Energiemanagementsysteme prägen.

Quelle